Private Krankenversicherung mit neuen Beiträgen ab 2008
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz bringt die Änderung mit sich: Privat Versicherte müssen sich in der Krankenversicherung auf teils
recht große Änderungen einstellen, was die Höhe des Beitrags angeht.
Wer in diesen Tagen von seiner privaten Krankenversicherung Post erhält, der wird wohl über eine Beitragsänderung zum 1. Januar 2008
informiert. Ob er mehr oder weniger zahlt, das hängt allerdings weniger vom Gesundheitszustand, den Leistungen, von politischen Faktoren
oder gar von Willkür ab. Nein, es ist ausschließlich das Geschlecht der privat versicherten Person, welches hier den Ausschlag gibt: Ab
Januar 2008 werden Männer einen höheren Beitrag und Frauen einen niedrigeren Beitrag für ihre
Private Krankenversicherung zahlen.
Frauen zahlen bislang mehr in der privaten Krankenversicherung
Hintergrund ist hier das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das auch für den Bereich Private Krankenversicherung eine
Gerechtigkeitslücke schließt. Künftig werden die Kosten für Schwangerschaft und Geburt auf beide Geschlechter gleichmäßig verteilt. Nach
Angaben der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) macht dieser Batzen bundesweit immerhin 350 bis 400 Millionen Euro aus. Ein Betrag, den
die Frauen bislang allein getragen haben. Durch die Umsetzung des AGG wurde diese Praxis rechtswidrig. Daher kam und kommt es zu den
Änderungen.
Verbeamtete PKV-Mitglieder erwarten starke Belastung
Privat Versicherte dürfen gespannt sein, wie deutlich der neue Beitrag gegenüber dem alten fällt oder steigt. Weil die
Berechnungsverfahren der etwa 50 privaten Krankenversicherungen nämlich zum Teil unterschiedlich sind, dürften auch die Ergebnisse
differieren. Eines scheint jedoch klar: Männliche Beamte werden wohl am meisten unter der Neuregelung zu leiden haben. Sie müssen zum
Teil mit Aufschlägen von mehr als zehn Prozent rechnen. Wer als Nichtbeamter Mitglied der privaten Krankenversicherung ist - und
männlich - bei dem dürfte sich die Beitragserhöhung in Grenzen halten. Und die Frauen? Sie dürfen sich im Gegenzug über niedrigere
Beiträge freuen.
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