Wer verkauft das iPhone?
Das das nach Apples Ankündigungen 'revolutionäre' Handy nach dem fulminanten Start in den USA im November nun auch in die deutschen bzw.
europäischen Regale kommt, ist gesichert. Pünktlich zum Weihnachtsfest natürlich! Apple dabei keinerlei Strategie zu unterstellen wäre
mehr als diplomatisch. Anders gestaltet sich jedoch das Gerangel um den Vertrieb des Smartphones der Kalifornier.
Denn genauso, wie das Mobiltelefon durch sein stilsicheres Auftreten Furore gemacht hat, sorgt es allmählich, zumindest bei uns
Endverbrauchern, für ein wenig Verwirrung. Denn noch immer ist anscheinend nicht klar, wer den Zuschlag für den exklusiven
Deutschlandvertrieb bekommt. Ganz ähnlich nämlich, wie auf dem US-amerikanischen Markt, auf dem lediglich der Mobilfunkanbieter AT&T die
Rechte am Vertrieb des iPhone besitzt, wird sich die
Situation auch in Europa, und damit ebenfalls in Deutschland gestalten. Wurden vor einiger Zeit Vodafone und T-Com hoch gehandelt, sah
es in den letzten Tagen eher nach der Handysparte der Telekom aus.
Allerdings ist auch das noch nicht in sicheren Tüchern, da Apple von seinem 'Vertriebspartner' neben einem extrem eng gestricktem
Vertragswerk ebenfalls eine direkte Umsatzbeteiligung an den letztendlich über die Ladentheke gewanderten Handys abkassieren möchte. Und
das sich die Telekom darüber sichtlich unbegeistert scheint, ist nachvollziehbar. Hinzu kommt ein anderer Effekt, den Experten
befürchten: Sollte sich nämlich einer der Handyhersteller, in diesem Falle Apple, mit seinen Forderungen durchsetzen, so sei zu erwarten,
dass andere Produzenten dies als Möglichkeit sehen könnten, ihrerseits auf exklusiv Berträge mit entsprechenden Umsatzbeteiligungen zu
setzen. Und diese Entwicklung ist in erster Linie für uns als Kunden nicht gerade wünschenswert.
Der Vorfreude auf das iPhone, egal wer es hierzulande in die Läden bringt, wird durch diese Querelen allenfalls gering geschmälert. Zu
groß ist die Spannung auf die neue 'Apple-Sensation'.
|