Juli 2007  5

Hüpfburg

Meist auf regionalen Events oder örtlichen Festen ist sie zu finden – die Hüpfburg. Sie bietet insbesondere für Kleinkinder, bzw. Kids im Vor- und Grundschulalter eine Möglichkeit zum Austoben und körperlichen Aktivität. Eine Hüpfburg mieten ist heute selbstverständlich. Seit den 80er Jahren wird sie in verschiedenen Größen zum Einsatz gebracht.

Doch neben dem Spaßfaktor wird die Hüpfburg auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt: meist in ergotherapeutischen Zentren oder Schulen für Kinder mit Körperbehinderungen bietet sie – dort oftmals auch als "Luftkissen" oder "Airtramp" (Zusammensetzung aus engl. "air" [= Luft] und "tramp" [Trampolin]) bezeichnet – ideale Voraussetzung für die Förderung der Psychomotorik.

Beim Einsatz in solchen Therapiezentren werden meist individuell angefertigte Luftkissen verwendet, die sich im Prinzip lediglich durch die äußere Gestaltung von den meist durch Kindergartenfesten o. ä. bekannten Hüpfburgen unterscheiden. Auch sie werden durch ein leistungsstarkes Luftgebläse mit dem erforderlichen Luftdruck versorgt und bestehen aus Kunststoffmaterial, in der Regel Polyester. In unaufgeblasenem Zustand können sie in der Regel leicht verstaut werden, meist sogar in einem Kofferraum eines PKWs.

Beim Einsatz einer Hüpfburg ist besonders auf den Untergrund zu achten. Im Freien bietet sich ein Rasen (bei einem Einsatz von weniger als drei Tagen sollte auch die Grasnarbe unbeschadet davonkommen) oder eine asphaltierte Fläche an, bei Bedarf können aber auch ungeeignetere Böden mit einer zusätzlichen schützenden Plane abgedeckt werden, um die Außenwand der Burg zu schützen. Beim therapeutischen Einsatz werden meist Räumlichkeiten wie Turnhallen bevorzugt. Der Aufbau bedarf hier meist nicht mehr als zehn Minuten (inklusive der Zeit des Aufblasens).

Mittlerweile gibt es zahlreiche Hüpfburgverleihe, bei denen man ab bereits rund 150 Euro pro Tag eine Hüpfburg leihen kann für diverse Anlässe. Hier erhält man auch die nötigen Informationen über die Sicherheitsvorschriften. Denn beim Einsatz ist ständige Beaufsichtigung nötig! Das Gefahrenrisiko lässt sich somit schnell eindämmen – und der Spaßfaktor, den es für die Kinder zweifelsohne bietet, kann so "sprungartig" in die Höhe schnellen.

   Autor: Richard Maier
E-Mail: maier.richard[at]gmx.net
 
 
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