Siziliens Ätna – eine Touristenattraktion
Welche Urlaubsregion kann schon mit einem aktiven Vulkan aufwarten. Sizilien kann es und der Aktivurlauber fühlt sich von diesem
Feuer speienden Berg magisch angezogen. Schließlich ist er auch einer der letzten in ganz Europa.
Zwar gab es seit der Antike sehr viele starke Vulkanausbrüche mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung, doch in unserer
heutigen Zeit leben die Menschen im Gebiet des Ätna relativ entspannt. Da jedoch der Vulkan nach wie vor aktiv ist, besteht
allerdings immer ein gewisses Risiko. Doch damit können die Sizilianer bestens umgehen. Zahlreiche Vulkanologen studieren und
beobachten den Ätna rund um die Uhr und haben Frühwarnsysteme entwickelt.
Trotz allem war die Gegend um den Vulkan herum immer dicht besiedelt. Die vulkanischen Böden sind sehr fruchtbar und
bieten ideale Voraussetzungen für die Landwirtschaft.
Da also die Gefahr, die vom Ätna ausgeht, gut einzuschätzen und auch relativ gut kalkulierbar ist, bot sich die Erschließung
für den Tourismus förmlich an. Und die Besucherströme Jahr für Jahr sprechen für sich.
Rund um den Ätna hat man Dörfer und Städte erbaut. Diese Orte sind alle miteinander verbunden. Mit einer Schmalspurbahn oder
auch mit dem Auto hat man die Möglichkeit, den Ätna zu umrunden. Jetzt wird dem Urlauber erst richtig bewusst, wie riesig
groß der Vulkan Ätna ist und welche Kraft dieser Feuer speiende Berg entwickeln kann. Das ist schon gigantisch. Man fährt
vorbei an unterschiedlichen Landschaften und erlebt verschiedene Vegetation. In den unteren Ebenen findet man
hauptsächlich Gemüseanbau vor, während weiter oben Obstbäume oder Sträucher voller Nüsse überwiegen. Im Bereich über
1.300 Metern gibt es Kastanien. Immer wieder sieht man aber auch mittendrin tote Landschaft, die durch Lavaströme
vernichtet wurde. Das ist auch ein wenig bedrückend, zumal man als Urlauber so etwas vorher sicher noch nie gesehen hatte.
Die gesamte Strecke der Ätna-Umrundung beträgt mehr als 100 km.
Vielen Urlaubern genügt allerdings die bequeme Umrundung des Ätna nicht, sie wollen mehr sehen.
Sizilien hat sich auch darauf eingestellt. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, den Krater zu besteigen. Dazu begibt man sich zum 1.910 Meter
hoch gelegenen Ritugio Sapienza. So eine Kraterbesichtigung ist aus Sicherheitsgründen aber nur mit erfahrenen Führern möglich.
Den Ätna hautnah erleben – das ist eine besondere Art des Kontaktes mit der Natur.
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Autor: Renate
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