November 2007  17

Schmuck oder Modeschmuck

Als Schmuck im weiteren Sinne bezeichnen wir zierende, verschönende Gegenstände, Formen, Farben, alltäglich oder zu Festtagen getragen. Man unterscheidet Körperschmuck, also Körperbemalung – bei manchen Naturvölkern das Bemalen des ganzen Körpers oder einzelner Körperteile mit verschiedenen Farben, bei uns das heutige Schminken -, Narbenzeichnung, Tätowierung, Körperdeformation und Haar- und Barttrachten, und jeglichen beweglichen Schmuck gegenständlicher Art, einzelne Körperteile oder den ganzen Körper betreffend.

Schmuck gab und gibt es zu allen Zeiten und bei den verschiedensten Völkern. Schmuck diente zunächst in der Form eines Amuletts beispielsweise der Bannung von Gefahren; später nahmen die ästhetischen Gegenstände zu und Schmuck wurde zunehmend zum Ausdruck der sozialen Rolle und des Reichtums. Schon in der Frühzeit war Schmuck mündlich tradierten oder schriftlich fixierten Vorschriften unterworfen (Kleiderordnungen, Kriegs- und Friedensschmuck, Schmuck von Häuptlingen und Zauberern, usw.). Ähnliches ist auch aus der Antike, dem Mittelalter und der heutigen Zeit bekannt.

In unserer heutigen Zeit verwischen sich derartige "Vorschriften" allerdings immer mehr. "Erlaubt ist, was gefällt", in der Kleidermode wie auch beim Schmuck. Sagte man früher, dass man nicht Schmuck mit verschiedenen Edelsteinen zusammen tragen könne, wird heutzutage gern bunt gemixt.
Es gibt zahlreiche sogenannte "Multicolor"-Schmuckstücke, bei denen mehrere unterschiedliche Edelsteine in verschiedenen Farben in einem Schmuckstück vereint wurden, Schliffmix, also der Einsatz mehrerer Schliffarten in einem Schmuckstück, ist ebenso üblich wie die Verarbeitung verschiedenfarbiger Edelmetalle – Gelbgold, Silber oder Weißgold, Rotgold – zusammen zu bicolor oder tricolor.
Aber auch einen goldfarbenen Ring zusammen mit einem silberfarbenen Armband zu tragen stört heute niemanden mehr.

Gerade bei jungen Leuten gilt auch der Satz "Weniger ist mehr" in Bezug auf Schmuck heute nicht mehr. Viel Schmuck, Glanz und Glitzer auch zur Tagesmode, große und möglichst bunte Teile, das ist modisch und macht Spaß. Und dank der günstigen Preise und der hohen Qualität von Modeschmuck muss auch derjenige, der nur über ein eher schmales Budget verfügt, nicht mehr auf Schmuck verzichten.

   Autor: Susan Mueller
E-Mail: ralf-richter1[at]gmx.de

 
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