Die neue Synagoge in Dresden
Nach knapp 63 Jahren seit der Zerstörung der alten Synagoge im Herbst 1939 wurde am 9. November 2001 die neue Synagoge zu Dresden
eingeweiht.
Der für das Dresdener Stadtbild eher extravagant anmutende Bau wurde nach den Entwürfen des Architekturbüros Wandel, Hoefer, Lorch und
Hirsch aus Saarbrücken, erbaut. Dabei knüpften die Architekten lediglich hinsichtlich des Standortes an die im Jahre 1833 von Gottfried
Semper errichtete erste Synagoge am Ende der Brühlschen Terrasse an.
Der sakrale Baukörper besteht aus einem in sich gedrehten Kubus welcher nach Osten ausgerichtet ist. Er erhielt im Jahre 2002 die
Auszeichnung "Beste Europäische Architektur". Die zum Teil von den Dresdnern als anstößig empfundene Würfelform orientiert sich an den
ersten israelischen Tempeln und knüpft damit an traditionelle Symbole an. Dabei wurde zum Beispiel auf Fenster verzichtet um die Wirkung
der Wandflächen nicht negativ zu beeinflussen. Dadurch ist einerseits die Andacht und Ruhe im Inneren sichergestellt und zum anderen die
Gefahr von klirrenden Glasscheiben gebannt.
Aufgrund der geringen Mitgliederzahl der Dresdener Gemeinde hat das Gotteshaus neben der religiösen auch eine große touristische
Bedeutung. Es bildet aufgrund seiner äußeren Form einen Gegensatz zu der sonst das Dresdener Stadtbild prägenden barocken Architektur.
Die Betrachter werden dadurch zum Nachdenken anregt, wenn es nicht sogar ihre Gemüter polarisiert. Nicht nur deshalb zieht auch dieses
Bauwerk jährlich zahlreiche Besucher in die sächsische Landeshauptstadt. Als Anlaufpunkt für diese bietet sich die
Pension Dresden am nördlichen Stadtrand an. Von dort aus man das Stadtzentrum mit der
Altstadt in wenigen Minuten auch mit den öffentlichen Verkehrsmittel, ohne umzusteigen erreichen.
|