August 2007  12

Banking per HBCI

Immer mehr Kunden nutzen das Online-Banking, um Kontostände zu Hause abzurufen bzw. Überweisungen auszuführen.
Gerade bei den verlockenden Angeboten der Direktbanken, die vereinzelt auch ein kostenloses Girokonto ohne Geldeingang anbieten, steigt man doch gern auf die Online-Kontoführung um. Beim Homebanking gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten.

Die erste ist das PIN/TAN-Verfahren, das meist direkt über die Internetseite der Bank funktioniert. Zwar werden die Daten hier über verschlüsselte Seiten übertragen, doch suchen Hacker immer wieder die Möglichkeit, Daten fremder Computer auszuspionieren.
Deutlich sicherer ist daher das HBCI-Verfahren. Um dieses Verfahren nutzen zu können, muss jedoch ein spezielles Computerprogramm installiert werden, was man ganz einfach Banking Software nennt. Dieses gibt es heute auch bei vielen Banken oder im gut sortieren Software-Handel, wobei die Kosten um ca. 30 Euro liegen. Dieses Programm sorgt dafür, dass die Daten verschlüsselt vom heimischen PC an den Bankenrechner übertragen werden.

Der Zugang zum HBCI-Banking erfolgt über eine Geheimnummer und einen Code, die entweder auf einer Chipkarte oder einer Diskette gespeichert sind. Daher benötigt man, je nach Anbieter, für die Nutzung außerdem noch einen Chipkartenleser oder ein Diskettenlaufwerk. Aufgrund des relativ hohen Aufwandes für die Freischaltung und die Nutzung von HBCI wird dieses Verfahren heute vorwiegend von Geschäftskunden genutzt, da die Programme auch eine Verwaltung von mehreren Konten unterschiedlicher Banken unterstützen.
Aber auch für Privatanwender ist das HBCI-Verfahren nur zu empfehlen, denn wer mehrere Konten hat der kann auch hier den Komfort der Software nutzen. So lassen sich z.B. ein Girokonto genauso wie ein Tagesgeld-Konto damit verwalten. Die höchste Sicherheit im Onlinebanking bietet heute das HBCI-Verfahren, bei dem die Daten per Chipkarte eingelesen werden.

Denn genau in diesem Gerät werden die Daten bereits ausgewertet und anschließend übertragen. Ein Angriff von Hackern und Trojanern ist somit nicht mehr möglich. Da es immerhin um Ihr Geld geht, sollten Sie die paar EURO Anschaffungskosten für eine sichere Software samt sicherem Homebanking investieren.

   Autor: Henning Petrat
E-Mail: info[at]finanz-katalog.com
 
 
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