Juni 2007  5

Schenken meint Freude machen

Gerade zu Weihnachten geht bei so Manchem wieder das Klagen über die Kommerzialisierung der Schenkkultur unserer Gesellschaft los. Dabei wird so manches herabwürdigendes Wort für all die möglicherweise im Weihnachtstrubel unter Druck geratenen Käufer und Verkäufer gefunden, gleichzeitig aber wird vergessen, aus welchen Gründen die allermeisten Menschen in die Einkaufszentren gehen, um zu Ostern, Weihnachten oder auch zum Geburtstag ihre Geschenke zu kaufen.

Sicher gibt es Ausnahmen, aber in der Regel ist der Motor für das Schenken wollen die Zuneigung zu dem, den man beschenken möchte und die Liebe, die die Familien zusammenhält.

Vielleicht also steckt bei so manchem ein ganz anderes Gefühl dahinter, aus dem heraus er über den Trubel zu den Festtagen seine lästernden Worte findet. Es sei ihm deshalb ans Herz gelegt, dass an dem Spruch viel Wahres ist, wenn es heißt: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Geschenke dienen der kleinen Freude, die man in die Gesichter zaubern mag und die aus den Augen der Kinder am aller Besten leuchten.
Und ein warmes Herz, dass sich über die Geste eines Geschenkes freut, sei es auch über den nun schon 20. Schlips, ist sicher um einiges mehr wert als der Gesichtsausdruck, den man einnimmt, wenn man sich über irgend etwas beklagt.

   Autor: Frank Speth
E-Mail: Sam.Frank[at]Web.de
 
 
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