Juni 2007  13

Vorschläge zur Führung: Ideenfindung plus Anreiz

Unter dem Begriff Führung erkennen jede Menge leitende Angestellte nur das nachfolgende: "Ich muss unsere Mitarbeiter motivieren, um dieses oder jenes Ziel zu vollbringen."

Diese Formel zeigt auf, welch Geistes Kind diese Führungsmitarbeiter in vielen Unternehmen sind. Bei dieser Lesart von „Führung“ wird viel Kraft und Stärke gebraucht und trifft die „Entscheidungskraft“ notgedrungen auf etliche Probleme.

Bei weitem leichter ist es verbunden mit den Arbeitskollegen auf Ideenfindung zu gehen und sie bei der Beschlussfindung zu integrieren.

Denn: Ziele aufzustellen ist freilich unsinnig, wenn die meisten dieser Ziele nicht geschaftt werden. Um Chancen und taugliche Instrumente zur Erreichung von Zielen aufzuspüren ist es hilfreich, die gesamte Erfindungskraft der jeweiligen Gruppe zu benutzen, diesbezügliche Freiräume zu erstellen und verbunden zielstrebig einen Weg zur Lösungsfindung zu begehen.

Freilich können Sie diesbezügliche Techniken in ein wenig differenzierter Anordnung auch ohne Gruppe für ihre privaten und beruflichen Ziele verwenden. Wie das geht werden wir Ihnen unter Zuhilfenahme der Technik zur Assoziation aufzeigen.

Assoziationstechniken

Eine klassische Technik unter den Assoziationstechniken ist Brainstorming oder auch Denkrunde genannt aus den 50er Jahren von Alexander Osborn. In der Regel äußern dabei Mitarbeiter Ihre Einfälle und Lösungsvorschläge zu einer Aufgabenstellung spontan, ohne dass über diese Ideen zu Beginn diskutiert wird oder gar Kritik geübt wird - dieses würde nur zur Sperrung hinführen. Dieses ist eine gute Ideenfindungstechnik für eine Abteilung, wobei die Aufgabe ist, auch zurückhaltende und geringer eloquente Mitglieder der Gruppe in die Problemlösungsfindung einzufügen.

Gehen Sie folgendermaßen vor: Schreiben Sie das Ziel eindringlich auf und vermerken Sie sämtliche Geistesblitze und Stichworte der Beteiligten für alle überprüfbar. Implementieren Sie dabei Mumm zum Außergewöhnlichen und halten Sie durch bis alle ihre Eingebungen mitgeteilt haben. Danach kommt eine „Reifepause“ bevor mit der Verwertung und Einstufung der aufgekommenen Einfälle begonnen wird.

Überlegen Sie: Starrsinn, Selbstsucht, Detailverliebtheit und Furcht vor Ablehnung sind die zentralen Killer für die Kreativität, erschaffen Sie lieber eine Stimmung, die Kreativität hochgradig fördert.. Lassen Sie eine unverhohlene Diskussion zu und verbinden Sie mehrere Kreativitätstechniken auf dem Weg zur Lösungsfindung.

So teilnehmende und integrierte Gruppenteilnehmer werden mit einer komplett anderen Motivation an die bevorstehenden Aufgaben herantreten als die, welche bloß Ausführende der Arbeitsaufträge aus der Chefetage sind.

Autor: Peter Bödeker
E-Mail: av[at]boedeker.de

 
 
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