Astrologie – das Für und Wider
Die Astrologie wird von vielen Menschen belächelt. Der Grund dafür ist die in unserer wissenschaftsorientierten Welt fehlende
Beweisbarkeit dieser Lehre. Dem könnte man entgegnen, dass beispielsweise auch die Akupunktur bis vor wenigen Jahrzehnten in der
westlichen Hemisphäre von niemandem ernst genommen wurde. Die Akupunktur ist deshalb ein gutes Beispiel, weil neben der abendländischen
Astrologie, die ihren Ursprung im alten Babylon hat, vor allem die chinesische Astrologie einen hohen Bekanntheitsgrad genießt.
Das alte Kulturvolk der Chinesen hat nicht nur heute auch im Westen anerkannte medizinische Praktiken entwickelt, sondern auch eine
Form der Astrologie, die zwar unterschiedlich an die Materie herangeht, aber dennoch in ihrer Motivation und Grundkonzeption der
abendländischen Astrologie ähnlich ist. Im Gegensatz zur dieser bestimmt allerdings nicht die Position der Sonne, sondern jene des Mondes
im Augenblick der Geburt das Sternzeichen. Auch ist der Zyklus der Tierkreiszeichen, die als Pinyin (Erdzweige) bezeichnet werden, nicht
in zwölf Monate, sondern in zwölf Jahre unterteilt.
Eine ebenfalls uralte astrologische Tradition entstand in Indien. Die nach den vedischen Schriften des Hinduismus benannte
vedische
Astrologie orientiert sich wie die chinesische am Stand des Mondes zum Geburtszeitpunkt und kennt ebenfalls zwölf Sternzeichen (Rashis).
Wie bei den beiden anderen Formen werden jedem Sternzeichen gewisse Charaktereigenschaften zugeschrieben – womit auch die vedische
Astrologie eine Möglichkeit darstellt, mehr über sich und sein Leben zu erfahren.
Natürlich wird mit dem Thema Astrologie auch Schindluder getrieben. Man denke etwa an das populäre keltische Baumhoroskop, welches das
Jahr als einen Kreis aus 40 Bäumen darstellt. Jedem Baum werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die sich auf die in seinem
Zeichen geborenen Menschen übertragen – wie bei einem Sternzeichen. Leider stellte sich heraus, dass es sich dabei um die
Erfindung
einer Journalistin für ein französisches Frauenmagazin handelt. Aufgeflogen ist der Schwindel vor einem deutschen Gericht, als die
Quellen im Zuge eines Urheberrechtsstreites offen gelegt werden mussten.
Dennoch sollten solche Beispielen nicht zur logischen Schlussfolgerung führen, es handle sich bei der Astrologie generell um
Scharlatanerie: Die Menschen sollten sich auch den Blick für Dinge bewahren, die nicht exakt vermess- und beweisbar sind! Horoskope,
wie sie etwa auf dem Portal AstroQ.de veröffentlicht werden, können durchaus eine wertvolle
Lebenshilfe darstellen. Dort ist auch mehr über das abendländische, das chinesische und das vedische Horoskop – ja sogar über das frei
erfundene keltische Baumhoroskop
nachzulesen.
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